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Werbungskosten bei der Steuererklärung

Werbunskosten bei der Steuererklärung 2016Werbungskosten stellen alle Auslagen dar, die getätigt werden um Einnahmen zu erwerben und zu erhalten. Damit wird beispielsweise der Tatsache Rechnung getragen, dass vor Arbeitsantritt durch den Weg zur Arbeit Kosten für Sprit oder eine Monatskarte entstehen. Diese lassen einen Erwerb von Lohn erst entstehen und tragen als fortlaufende Auslagen zur Erhaltung des Einkommens unabdingbar bei. Um den Betrag der Werbungskosten wird der Ertrag des Arbeitsentgelts geschmälert. Somit handelt sich bei der Bestimmung von Werbungskosten um ein notwendiges rationales Kriterium, da andernfalls nicht definiert werden kann, was eine Tätigkeit tatsächlich einbringt. Die Bestimmung von Werbungskosten hängt so auch oft mit der Frage der Wirtschaftlichkeit zusammen.

Abgrenzungsprobleme

Was Werbungskosten konkret sind, stellt nicht selten ein Abgrenzungsproblem dar. Neben den Werbungskosten bestehen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwei große andere Auslagenbereiche, die Überschneidungen bieten können: außergewöhnliche Belastungen und Sonderausgaben. Unter außergewöhnliche Belastungen fallen Umstände, die über eine normale Auslagensituation hinausreichen. Dies betrifft meist Krankheiten. Benötigt ein Arbeitnehmer standardmäßig wegen Allergien spezielle teurere Kleidung, so betrifft dieses auch den Arbeitsbereich. Sonderausgaben sind eigentlich Privatausgaben. Sie fallen etwa für eine Unfallversicherung an. Bezahlt diese aber auch bei Unfällen am Arbeitsplatz, sind anteilig Werbungskosten durch die gezahlten Versicherungsbeträge entstanden.

Wirkung von Werbungskosten

Wer als Arbeitnehmer tätig ist, zahlt automatisch entsprechend seines Einkommens Steuern. Sie werden in der monatlichen Entgeltabrechnung angegeben und vom Arbeitgeber direkt abgeführt. Eingerechnet in die Besteuerung ist unter anderem ein Grundfreibetrag in Höhe von 1.000 Euro für Werbungskosten per annum. Dieser wird anteilig Monat für Monat berücksichtigt. Liegen aber höhere Werbungskosten als 1.000 Euro vor, bedeutet dieses einen höheren Steuerfreibetrag, der von der Finanzverwaltung erst im Nachhinein erfasst werden kann. Daher lohnt es sich für Arbeitnehmer, einen Antrag auf Einkommenssteuerveranlagung zu stellen. Im Jahr 2009 gab es für fast 12 Millionen Bürgerinnen und Bürger Geld vom Staat zurück.

Werbungskosten konkret

Werbungskosten absetzenDer Werbungskostenpauschalbetrag wird auch als Arbeitnehmerpauschalbetrag bezeichnet. Dieser beträgt für alle Personen, die aufgrund des Jahres 2015 eine Steuererklärung abgeben, 1.000 Euro. Dieser Betrag wird ohne weiteres Zutun vom Finanzamt berücksichtigt. Hierfür bleibt ohne weitere Bedeutung, ob jemand durchgehend voll versicherungspflichtig gearbeitet hat oder nicht. Wer sich sicher ist, keine Ausgaben über der Pauschale zu haben, braucht an der entsprechenden Stelle der Steuerveranlagung nichts einzutragen. Personen, die aber ihre Finanzen im Hinblick auf Einsparungen optimieren wollen oder Gewissheit über höhere Werbungskosten haben, können u.a. folgende Auslagen geltend machen:

Arbeitsweg: Hier ist es möglich, 30 Cent per Kilometer der einfachen Entfernung geltend zu machen. Damit ist nur der Hinweg oder der Rückweg relevant. Wie der Weg zurückgelegt wird, ist unerheblich. Per Fahrrad, Auto, Bus, Bahn oder zu Fuß bringen alle 30 Cent je Kilometer ein. Wer Umwege abseits der kürzesten Strecke in Kauf nimmt, kann auch dieses Mehr an Kilometern nach der Rechtsprechung geltend machen, wenn die Verbindung offensichtlich verkehrsgünstiger ist. Denn eine längere Strecke kann durchaus mit einer Zeitersparnis verbunden sein. Dieses kann aus einer Baustelle oder einem allgemeinen hohen Verkehrsaufkommen resultieren.

Arbeitszimmer: Inwiefern Kosten für ein Arbeitszimmer abgesetzt werden können, ist von der Intensität der Nutzung abhängig. Wer beispielsweise beruflich als Heimarbeiter agiert, kann alle Auslagen absetzen. Hierzu zählen dann Heizkosten, Miete und so weiter. Allerdings gilt dieses nur für vergleichsweise wenige Arbeitnehmer. Für die meisten Anderen besteht höchstens dann eine Chance auf Anerkennung durch das Finanzamt, wenn die heimische Tätigkeit mit dem Beruf zusammenhängt und sonst kein anderer Ort zur Verfügung steht. Das betrifft meist Lehrer und Außendienstmitarbeiter. Absetzungen sind hierbei bis 1.250 Euro möglich. Siehe zum Thema auch unseren Beitrag zum häuslichen Arbeitszimmer.

Doppelte Haushaltsführung: Wer an Ort X gewöhnlich lebt und an Ort Y eine Ausbildung macht, wie beispielsweise ein Studium, benötigt dafür im Regelfall eine separate Unterkunft. Aber auch eine Versetzung oder ein neuer Beruf kann eine doppelte Haushaltsführung begründen und damit absetzbar sein. Ein wesentlicher Gesichtspunkt ist hierbei, wo der Lebensmittelpunkt zu finden ist. Nur wer diesen jenseits der neuen Unterkunft für eine reine berufliche Tätigkeit hat, besitzt eine Chance auf eine Berücksichtigung. Kriterien können die Beheimatung des Freundeskreises und die Anzahl der Heimfahrten sein. Wer verheiratet ist und während der Woche seinen Partner an einem anderen Ort belässt, kann eine Anerkennung bei Einkommensveranlagung ebenfalls sehr einfach durchbringen. Lesen Sie auch unseren Fachartikel zur doppelten Haushaltsführung.

Arbeitsmittel für Bildung: Wer sich neben dem Job weiterbildet, gehört nicht nur zu einem großen Kreis in Deutschland, sondern verursacht auch Kosten. Handelt es sich hierbei nicht um Auslagen für eine Erstausbildung, können diese als Werbungskosten Berücksichtigung finden. Hierzu gehören etwa Fachliteratur, Bürobedarf und Gebühren. Diese müssen immer nachgewiesen werden können. Im Regelfall verzichtet das Finanzamt bei Beträgen bis zu 110 Euro im Jahr auf Belege. Wenn Arbeitsmittel aber den Gesamtbetrag von 410 Euro übersteigen, erfolgt eine Aufteilung auf die übliche Nutzungsdauer.

Reisekosten: Beruflich veranlasste Reisen können ebenfalls bei der Steuererklärung Berücksichtigung finden, sofern sie nicht bereits durch den Arbeitgeber erstattet worden sind. Vor allem das Berücksichtigen von Spesen und dem Verpflegungsmehraufwand (siehe Infos auf reisekostenabrechnung.com) können zu einem deutlichen Plus auf dem Konto führen!

Bewerbungskosten: In der Steuererklärung können Bewerbungskosten geltend gemacht werden. Hierunter fallen alle Aufwendungen, wie Kopien, Fotos, Telefon, Internet, Porto, Bewerbungsratgeber usw., die im Zusammenhang mit der Suche nach Arbeit stehen. Auch die Fahrt und die notwendige Übernachtung im Rahmen eines Assessment-Centers sind absetzbar. Wer Bürokratie vermeiden will, kann es mit Pauschalen, wie 2,50 Euro je Internetbewerbung, versuchen.

Umzugskosten: Sie sind als Werbungskosten zu berücksichtigen, wenn durch einen Wohnortwechsel der neue Arbeitsweg mit einer Zeitersparnis von mindestens einer halben Stunde verbunden ist oder durch einen Firmenumzug verursacht wurde. Hierbei können Fahrtkosten zur Besichtigung (30 Cent je Kilometer), Maklerauslagen für Mietobjekte, Transportkosten und Mietzahlungen für die alte Wohnung bis zu sechs Monate abgesetzt werden.

Arbeitskleidung: Wer als Polizist oder in einer Fabrik arbeitet, verfügt über ein typisches Outfit. Im ersten Fall ist dies meist eine Uniform, im zweiten der Blaumann. Sowohl für die Anschaffung als auch für die Reinigung entstehen dem Arbeitnehmer gewöhnlich Kosten. Diese sind abzugsfähig. Allerdings gilt dies nicht für Kleidungsstücke, die auch privat nutzbar sind. Für die heimische Nutzung der Waschmaschine können nach den Kriterien Pflege und Haushaltsgröße Absetzungen vorgenommen werden. Für einen Single bedeutet das beispielsweise: Die Buntwäsche bei 60 Grad bringt 76 Cent, die Trocknung im Ablufttrockner nochmals 41 Cent und das Bügeln 7 Cent. Die Richtwerte ergeben sich aus tabellarischen Übersichten der Verbraucherverbände.

Kontoführung: Kontoführungsgebühren können pauschal mit 16 Euro abgesetzt werden. Wer höhere Kosten nachweist, kann auch diese absetzen.

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7 comments on “Werbungskosten bei der Steuererklärung

  1. Gibt es die Möglichkeit als Rentner für das Kind, Jahrgang 1980, das sich z.Zt. in 2. schulischer Ausbildung über einen Zeitraum von 3 Jahren, ohne Einkommen (auch keine Förderung vom Arbeistamt möglich) befindet, als Werbungskosten abzusetzen?

  2. Hallo,
    wie genau berechne ich die Kosten für die Reinigung und Pflege (Waschen, Trocknen, Bügeln, Imprägnierung der Allwetterjacke da Außeneinsatz) der Dienstkleidung und wie muss ich diese nachweisen? Oder gibt es hier Pauschalbeträge? Höchstbeträge?

    1. Sie können die Kosten für die Reinigung von Arbeitskleidung unter Werbungskosten – Reinigung und Reparatur von Arbeitskleidung erfassen.
      Dort werden die Waschladungen dann mit pauschalen Werten in €/kg belegt und so die Kosten für die berufliche Wäsche errechnet.
      Die Sätze ergeben sich aus diesen Urteil: FG Nürnberg, Urteil vom 24.10.2014 – 7 K 1704/13.

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