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Kinder bei der Steuererklärung 2016

Steuererklärung und Kinder, Steuererklärung 2016Die steuerlichen Ermäßigungen für Kinder stellen ein großes Thema nicht nur für leibliche Eltern, sondern auch für andere rechtmäßig festgelegte Erziehungsberechtigte dar. Sie alle sind für die Betreuung, Erziehung sowie Ausbildung der Kinder in erster Linie verantwortlich und können aufgrund deren wichtigen sozialen Rolle einen Anspruch auf die staatliche Unterstützung erheben. Dazu gehören in Deutschland primär das monatlich direkt ausbezahlte Kindergeld oder kinderrelevante Freibeträge, die in der jährlich erfolgenden Steuererklärung geltend gemacht werden. Der Gesetzgeber regelt dabei eine Reihe von Kriterien, die erfüllt werden müssen, um steuerliche Vorteile für Kinder zu nutzen.

Rolle des Verwandtschaftsgrades

Das erste und wohl wichtigste Kriterium stellt die Verwandtschaftsbeziehung zum Kind dar. Um einen Anspruch auf das Kindergeld oder den Kinderfreibetrag samt anderen kinderrelevanten Steuerermäßigungen zu erheben, ist ein gesetzeskonformes Kindschaftsverhältnis, welches eine Eltern-Kind-Beziehung definiert, eine Vorbedingung. Es ist wichtig, in diesem Zusammenhang auf die Unterschiede in der Betrachtung von leiblichen sowie Adoptivkindern auf der einen Seite und Pflegekindern sowie Stief- oder Enkelkindern auf der anderen Seite hinzuweisen.

Grundsätzlich sind leibliche Kinder – unabhängig davon, ob sie ehelich, für ehelich erklärt oder auch unehelich sind – und Adoptivkinder gesetzlich gleichgestellt. Sie gelten als Verwandte ersten Grades. Bei Adoptivkindern ist ein gültiger Adoptionsbeschluss des Vormundschaftsgerichts erforderlich.

Im Gegensatz dazu werden Pflegekinder nur unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich anerkannt. Ein relevanter Punkt ist in dieser Hinsicht der gemeinsame Haushalt, in dem sie untergebracht sind. Ein „familienähnliches Band“, das sich primär durch eine dauerhafte Vollzeitpflege auszeichnet, spielt eine ebenso große Rolle und unterscheidet damit Pflegekinder von Kostkindern.

Im Fall von Stief- oder Enkelkindern ist nicht nur die Aufnahme in den Haushalt von Stief- bzw. Großeltern, sondern auch die offizielle Übertragung des Anspruches für Kinderfreibeträge auf Stief- bzw. Großeltern unabdingbar. Sie erfolgt durch deren Bekanntgabe und Zustimmung seitens der leiblichen Eltern beziehungsweise des Elternteils bei der Steuererklärung in der „Anlage Kind“.

Kindergeld oder Kinderfreibetrag

Kindergeld und Kinderfreibetrag sind die beiden Hauptformen der gesetzlich geregelten Unterstützung vom Staat für Familien in Deutschland. Die Intention dabei ist, den Grundbedarf von Kindern möglichst umfangreich zu decken und dadurch die lebensnotwendige Grundversorgung für den Nachwuchs zu sichern. Allerdings kann nur eine der beiden Unterstützungsarten in Anspruch genommen werden kann.

Ob das monatlich ausbezahlte Kindergeld oder der jährliche Kinderfreibetrag für steuerpflichtige leibliche Eltern und Erziehungsberechtigte von größerem Nutzen ist, ermittelt die zuständige Finanzbehörde im Zuge einer Günstigerprüfung, die bei der jährlichen Berechnung der Einkommenssteuer erfolgt. Der Kinderfreibetrag muss nicht gesondert bei der Steuererklärung beantragt werden. Im Gegensatz dazu ist jedoch zu beachten, dass der Antrag auf das Kindergeld bei der örtlichen Familienkasse schriftlich gestellt werden muss.

Ein weiteres Merkmal des Kindergeldes ist, dass dieses in der Einkommenssteuer nicht berücksichtigt wird und damit steuerfrei ist. Die Höhe des Betrags richtet sich nach der Anzahl der Kinder: Zurzeit bekommen leibliche Eltern und Erziehungsberechtigte 184 Euro für das erste und zweite Kind, 190 Euro für das dritte Kind und 215 Euro ab dem vierten Kind monatlich ausbezahlt.

Kinder und EinkommensteuerIm Gegensatz zum Kindergeld wird der Kinderfreibetrag ähnlich wie andere steuerliche Freibeträge nicht direkt ausbezahlt, sondern vom steuerpflichtigen Einkommen jährlich abgezogen. Er wirkt sich daher steuermindernd aus. Derzeit beträgt der Kinderfreibetrag 4.368 Euro. Dazu kommt der sogenannte BEA-Freibetrag (für Betreuung, Erziehung und Ausbildung) in Höhe von 2.640 Euro. Insgesamt machen kinderrelevante steuerliche Freibeträge daher 7.008 Euro pro Jahr aus. Alleinerziehende können zudem einen Entlastungsbetrag von 1.308 Euro in Anspruch nehmen. Voraussetzung dafür ist, dass sie ein Kindergeld erhalten und allein mit Kind/Kindern beziehungsweise in einer Wohngemeinschaft mit getrennter Haushaltsführung leben.

Altersgrenzen für Ermäßigungen

Der volle gesetzliche Anspruch auf das Kindergeld beziehungsweise kinderrelevante steuerliche Freibeträge steht leiblichen Eltern und Erziehungsberechtigten ab dem Monat der Geburt des Kindes beziehungsweise dessen Aufnahme in die Pflege bis zu seinem 18. Lebensjahr zu. In diesem Alterszeitraum müssen außer dem gesetzlich akzeptierten Kindschaftsverhältnis keine sonstigen Bedingungen erfüllt werden. Auch das Einkommen von Minderjährigen spielt in dieser Hinsicht keine Rolle.

Sobald diese Altersgrenze jedoch überschritten wird, ist die Berechtigung zum Bezug vom Kindergeld beziehungsweise Freibeträgen an eine Reihe von Voraussetzungen gekoppelt. Diese werden in der Steuererklärung als sogenannte Antragsgründe abgegolten. Dazu gehören primär Berufsausbildung, Arbeitslosigkeit sowie Behinderung vom Kind. Auch soziale, ökologische, entwicklungspolitische, europäische und generationsbezogene Freiwilligendienste genauso wie zivile Friedensdienste, die vom Kind geleistet sind, können mitberücksichtigt werden. Kinder, die sich in einer Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinden, dürfen die sogenannte „Vier-Monats-Lücke“ nicht überschreiten.

Hier ist zu beachten, dass im Jahr 2007 die maximale Altersgrenze vom 27. auf das 25. Lebensjahr gesenkt wurde und aufgrund einer Übergangsregelung im vollen Ausmaß für diejenigen Kinder gilt, die ab dem 2. Januar 1983 geboren sind. Sie kann eventuell durch geleisteten Grundwehr- oder Zivildienst (in Deutschland und innerhalb der EU/des EWR) sowie durch eine Erkrankung oder ein Beschäftigungsverbot laut Mutterschutzgesetzes im Rahmen gesetzlicher Regelungen hinausgeschoben werden. Der Bezug von Kindergeld beziehungsweise Anspruch auf Freibeträge geht für Kinder mit Behinderungen grundsätzlich über das 25. Lebensjahr hinaus, die auf elterliche Pflege aus gesundheitlichen Gründen angewiesen sind.

Einen relevanten Aspekt stellt außerdem die Höhe des Einkommens des Kindes ab seinem 18. Lebensjahr dar. Dieses muss für einen weiteren Anspruch nämlich unter dem Grundfreibetrag von 8.354 Euro (Stand im Jahr 2015) liegen. Das gleiche Prinzip gilt für eine geringfügig entlohnte Beschäftigung mit einer monatlichen Entgeltgrenze von 450 Euro. Dabei wird ausschließlich das erzielte Einkommen für diejenigen Monate angerechnet, für die das Kindergeld oder die steuerlichen Freibeträge gelten.

Wichtige Unterlagen und Formulare

Einen unentbehrlichen Teil der jährlich zu erfolgenden Steuererklärung bildet der Einkommensteuer-Mantelbogen (ESt 1A). Dazu kommt eine Reihe von Anlagen, die relevant sein können. Wenn die Eltern und Erziehungsberechtigte Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen wollen, sind sie dazu verpflichtet, zusätzlich die „Anlage Kind“ einzureichen. In dieser können sie alle erforderlichen Angaben samt den Nachweisen zum Kindschaftsverhältnis, Alter, Berufsausbildung, Erwerbstätigkeit eines Kindes und – wie bereits angesprochen – zur eventuellen Übertragung des Anspruches für das Kindergeld beziehungsweise Kinderfreibeträge auf Stief- oder Großeltern machen.

Die offizielle Abgabefrist der Steuererklärung bei der zuständigen Finanzbehörde für das Jahr 2015 ist am 31. Mai 2015. Wer diese Frist überschreitet, aber zur Abgabe verpflichtet ist, der sollte rechtzeitig Fristverlängerung beim Finanzamt beantragen.

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2 comments on “Kinder bei der Steuererklärung 2016

  1. Hallo,

    bei uns ist es so, dass mein Partner und ich in einem gemeinsamen Haushalt mit unserem Sohn leben und er das Kindergeld für ihn ausgezahlt bekommt.

    Nun ist es ja so, dass der Kinderfreibetrag dem Kindergeld gegenübergestellt wird. Ist es dabei unabhängig, wer das Kindergeld ausgezahlt bekommt, oder wird es auf beide Partner aufgeteilt?

    1. Hallo Bianca, es ist nicht relevant wem das Kindergeld ausgezahlt wird. Hier zählt der Anspruch auf Kindergeld. Jedem Elternteil steht das hälftige Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag zu. smartsteuer ermittelt dies automatisch anhand Deiner Eingaben im Bereich Kind für Dich.

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